Zentrum für Lesen im Morphischen Feld Hannover

Morphogenetisches Feld, Morphisches Feld oder Akasha Chronik

In meinen Seminaren werde ich oft nach dem Unterschied zwischen den Begrifflichkeiten „Morphogenetisches Feld“, Morphisches Feld“ oder „Akasha Chronik“ gefragt.
Die Begriffe finden wir in neuer Zeit immer häufiger in spirituellem Kontext, aber auch in wissenschaftlichen Abhandlungen. Die Akasha Chronik taucht u.a. in Beiträgen der Anthroposophen von Rudolf Steiner auf. Der Begriff der Morphogenetischen und Morphischen Felder wurde in der Wissenschaft vor allem durch Rupert Sheldrake Anfang der 80er Jahre geprägt.
Das Morpische Feld Lesen hat Kurt Zyprian Hörmann im deutschsprachigen Raum vor allem publik gemacht, indem er eine einfache Technik entwickelt hat, Informationen aus diesem Bewusstseinsfeld für uns wieder zugänglich zu machen.
Die von mir hier geschriebenen Zeilen sollen nur einen Überblick aus meiner Sicht darstellen und stellen keinen Anspruch auf Vollständigkeit dar.

Morphogenetisches Feld
Der Begriff lässt sich wie folgt ableiten aus den griechischen Worten Morph = Gestalt und Genetik = Abstammung.
Wissenschaftlich liefert unter anderem Rupert Sheldrake, ein renommierter britischer Wissenschaftler im Bereich der Naturwissenschaften, prägende Definitionen.
Sheldrake definiert die Morphogenetischen Felder als formgebende Verursachung für die Entwicklung von Strukturen in der Biologie, Chemie und Physik. Es geht dabei darum, wie Tiere und Pflanzen Ihre Form erhalten, obwohl doch der gentische Code in allen Zellen gleich ist. Sheldrake führt das anschauliche Beispiel einer Straße an: In einer Straße gibt es viele Häuser. Diese Häuser unterscheiden sich alle, obwohl sie aus den gleichen Ziegeln, Holz, Metallen etc. gebaut wurden. Würde man die Häuser in ihre Bestandteile zerlegen, stellt man fest, dass das sie komplett identisch sind. Es sind die Baupläne der Architekten, die den Unterschied der Häuser bewirkten. Und diese Pläne kann man mit keiner naturwissenschaftlichen Analyse messen.
Diese Pläne kann man mit den morphogentischen Feldern vergleichen. Die Felder stellen die formgebenden Pläne dar, die dem wachsenden Organismus der Pflanzen und Tiere zu Grunde liegen. Allerdings sind diese Pläne nicht fest und unveränderlich irgendwo gespeichert wie bei einem Architekten. Sie verändern sich, so wie sich auch die Organismen verändern und lernen aus den gegebenen Informationen Nutzen zu ziehen.
(siehe hierzu auch: Quelle: http://www.sheldrake.org/deutsch/morphische-felder)
Es gibt auch nicht ein Morphogenetisches Feld, sondern viele. Jeder Organismus hat ein eigenes.
Vielleicht kann man ein Morphogenetisches Feld mit einem Gedächtnis vergleichen, das jedes kleine Detail der Vergangenheit gespeichert hat und jede Information abspeichert. Neue Organismen greifen auf dieses Wissen zu und können es positiv nutzen.
Bei einem seiner Feldversuche in Indien zum Thema Pflanzenschutz entdeckte Sheldrake, dass eine bestimmte Pflanzenart sofort anfing, einen Stoff auszuschütten, als ein Heuschreckenschwarm über sie herfiel, damit diese von den Heuschrecken nicht gefressen würde. Interessanterweise entdeckte Sheldrake, dass die gleiche Pflanzenart, die kilometerweit entfernt wuchs, den gleichen Stoff ausschüttete, ohne dass Heuschrecken oder eine erkennbare Verbindung ersichtlich waren. Woher haben also die Pflanzen diese Information bezogen?
Sheldrake stellt noch eine weitere These auf: Die Morphogenetischen Felder sind Teil einer größeren Familie von Feldern, den so genannten morphischen Feldern.

Morphisches Feld
Wenn die Morphogenetischen Felder die formgebende Verursachung von Organismen darstellen, bilden die Morphischen Felder die sozialen und kulturellen Zusammenhänge ab.
In Sheldrakes Buch „Der siebte Sinn der Tiere“ beschreibt Sheldrake die Morphischen Felder als Verbindung zwischen Tieren einer Art, aber auch unter den verschiedenen Arten, ebenso wie das Verhältnis zu uns Menschen.
Es gibt unterschiedliche Wahrnehmungsvermögen diese Verbindung zu beschreiben. Die telepathische Wahrnehmung lässt sich z.B. mit der Fähigkeit beschreiben, dass manche Tiere, vor allem Hunde, ganz genau wissen, wann ihr Herrchen oder Frauchen nach Hause kommt. Es gibt dazu ein schönes Video eines Experimentes zu diesem Phänomen, das vom Österreichischen Fernsehen gedreht wurde, mit dem Hund Jaytee, das ich sehr empfehlen kann. (https://www.youtube.com/watch?v=LE2rukl_vyE)
Ich selbst lese im Morphischen Feld. Das lernen wir auch in meinen Seminaren. Das bedeutet, dass man egal welche Frage in den Raum stellt und dann Bilder empfangen werden, die dann laut ausgesprochen werden. Die Bilder sind immer abhängig von der Person für die ins Morphische Feld geschaut wird und natürlich auch von der Person, die die Bilder sieht. Ich selbst habe in vielen Seminaren erlebt, wenn wir eine Gruppenübung machen, dass die Bilder bei einer Lesung nahezu identisch sind. Sollte ich einen Beweis für die Existenz eines Morphischen Feldes brauchen, ist das für mich ein Indiz. Unterschiedliche Menschen sehen bei einer Person nahezu identische Bilder.
Im Morphischen Feld finden wir alle Antworten zu den Fragen, die uns beschäftigen. Das kann mich allein betreffen, eine Gruppe von Menschen oder aber auch einen Lebensraum, eine Stadt, ein Land etc. Antworten zu anderen Personen bekomme ich nur, wenn sie im Zusammenhang mit der fragenden Person stehen.
Das Lesen ist immer eine Momentaufnahme. Das bedeutet, dass alle Informationen, die in dieser Welt bereits geschehen sind, abrufbar sind. Eine Vorausschau in die Zukunft ist nicht möglich. Die Interaktion durch uns und viele Einflussfaktoren von Außen haben natürlich auch Einfluss auf die Informationen im Morphischen Feld. Aus diesem Grund ist eine Zukunftsvoraussage nicht möglich.
Da uns allen diese Fähigkeit in die Wiege gelegt wurde, ist es jedem Menschen möglich die Bilder, Emotionen, Farben etc. zu empfangen. Ich sage gerne, dass wir damit zurück zu unserer Intuition finden. Die Natur wendet es an ohne darüber nachzudenken. :o)

Akasha Chronik
Über die Akasha Chronik bekommt man unterschiedliche Informationen. Gerade auf einigen spirituellen Seiten wird das Lesen in der Akasha Chronik auch als eine Art Weissagungsmethode benutzt.
Ich möchte mich hier eher auf die Erläuterungen der Anthroposophie stützen.
Steiner beschäftigte sich intensiv mit der Geschichtsschreibung und der Möglichkeit der Manipulation. Damit ist gemeint, dass die Wiedergabe der Geschichte in Abhängigkeit des subjektiven Bewusstseins des Historikers erfolgte.
In diesem Zusammenhang erwähnt Steiner zum ersten Mal in seinen Schriften zwischen 1904 und 1908 die Akasha Chronik. Es ist der fortbestehende, unvergängliche Ursprung der Geschichte. Sie birgt das Vergangene in seiner unvergänglichen Form in sich. Im ewigen Geist ist das Wissen lebendig. Die Ausdrücke »Schrift« und »Chronik« sind Metaphern für »Erinnerung« und »Gedächtnis«. Die »Chronik« ist Metapher für ein kosmisches Gedächtnis, die »Schrift« Sprachbild für die Inhalte dieses Gedächtnisses.
So wie das menschliche Gedächtnis den wesentlichen Gehalt des vergangenen Lebens bewahrt, bewahrt das Weltgedächtnis den wesentlichen Gehalt des Weltgeschehens.
Steiner sagt, dass der individuelle Mensch die Inhalte seiner Erinnerung aus seinem Ätherleib abliest und sie in aktuelle Erinnerungsvorstellungen umformt. Jeder einzelne Mensch trägt die Substanz der Akasha-Chronik, wenn auch zunächst unbewusst, in sich. Da der menschliche Ätherleib aus der Substanz des Weltenäthers besteht, eine individualisierte, zeitlich begrenzte Verdichtung dieses Weltenäthers ist, trägt dieser Ätherleib nicht nur die individuellen Gedächtnisspuren in sich, sondern auch die Spuren des kosmischen Gedächtnisses.
Steiner weist auch daraufhin, dass es nicht nur darum gehe, die Bilder zu sehen, sondern die Symbolik in eine all verständliche Sprache zu übersetzen. Dort sehe er die große Schwierigkeit beim Erforschen vergangener Ereignisse, nämlich die nicht gesprochene Sprache (Symbolik) in gesprochene, allverständliche Sprache zu übersetzen.
Man sieht also, dass der ursprüngliche Begriff der Akasha Chronik in keinster Weise mit Zukunftsdeutung zu tun hat. Sondern eher mit dem Verstehen des Vergangenen und Ableitungen in die Gegenwart.
Die Methode, wie in der Akasha Chronik gelesen wird, beschreibt Steiner als ein Fehlen des Verstandes und dem Öffnen des reinen Herzens, um Informationen empfangen zu können. Genau so lesen wir auch im Morphischen Feld.
Abschließende Worte
Ich hoffe einen kleinen Überblick über die geläufigen Begriffe unterschiedlicher Bewusstseinsfelder gegeben zu haben. Ich selbst habe viel zu der Thematik gelesen. Doch muss ich sagen, dass ich das meiste Wissen aus dem Bewusstseinsfeld direkt empfangen habe. Je häufiger man es praktiziert, desto schneller ist das Wissen auch da. Damit meine ich, dass das Wissen einfach da ist. Ich merke das sehr häufig, wenn ich bewusst einer Frage nachgehe. Dann bekomme ich innerhalb von Sekunden ein Bild, eine Emotion oder einen Hinweis jeglicher Art geliefert, der meine Frage beantwortet. Und ist die Frage noch so „unbedeutend“ wie ein verlorener Gegenstand, den man dann sofort wieder findet. Wichtig ist, dass man auf seine eigene Intuition vertraut.
Es ist ein sehr spannendes Thema. Anbei finden Sie ein paar Literaturempfehlungen zu den hier beschrieben Themen. Gerne können Sie sich natürlich auch mit mir in Verbindung setzen.
Herzliche Grüße
Ihre Birgit Haufer

Literaturempfehlungen:
"Das schöpferische Universum: Die Theorie der morphogenetischen Felder und der morphischen Resonanz" von Rupert Sheldrake
"Der siebte Sinn des Menschen: Gedankenübertragung, Vorahnungen und andere unerklärliche Fähigkeiten" von Rupert Sheldrake
"Das Gedächtnis der Natur: Das Geheimnis der Entstehung der Formen" von Rupert Sheldrake
"Götter, Engel und Propheten: Das Geheimnis der geistigen Felder" von Kurt Allgeier
"Fühlen ist klüger als denken! Mit Intuition die richtigen Entscheidungen treffen" von Kurt Zyprian Hörmann
http://anthroblog.anthroweb.info/2015/die-akasha-chronik-zwischen-geschichte-und-mythos